Rotes Sehrohr mit der Aufschrift nach 1990

Sehrohr 24 – BAE Batterien GmbH

Rotes Sehrohr mit der Aufschrift „nach 1990“

Die sog. „Quandt-Villa“ wurde 1913/14 als Direktorenwohnhaus für die Akkumulatorenfabrik gebaut. Heute ist sie das Verwaltungsgebäude der BAE Batterien GmbH.

Ehemalige Quandt-Villa und heutiges Verwaltungsgebäude der BAE Batterien GmbH

Die BAE Batterien GmbH

1990 – 1992

Die „VEB Berliner Akkumulatoren- und Elementefabrik“ (BAE) wird GmbH.

Zunächst zeigt sich VARTA an einer Übernahme interessiert. Doch mit dem Einbruch der Märkte im Osten scheitert der Plan.

1993 – 2013

Aus eigener Kraft gründet die Belegschaft die BAE Berliner Batteriefabrik GmbH.

Doch dem Unternehmen fehlt Eigenkapital, um die drastischen Preisschwankungen für Rohstoffe wie Blei auszugleichen. Trotz voller Auftragsbücher erfolgt die Insolvenz. Einer holländische Investorengruppe gelingt mit der BAE GmbH der Neustart.

heute

BAE BATTERIEN GMBH ist Partner des Walk of Fame Schöneweide und stellt sich vor:

BAE-Industriebatterien und Informationsbroschüre

Seit 1899 steht BAE als Synonym für höchste Qualität und Zuverlässigkeit auf dem Markt für industrielle Bleibatterien. Heute sind wir ein unabhängiges mittelständisches Unternehmen mit einer etablierten Position auf dem internationalen Batteriemarkt mit einem Exportanteil von bis zu 80 Prozent.

Das Kerngeschäft von BAE ist die Herstellung von stationären Batterien, insbesondere dort, wo Strom unterbrechungsfrei fließen muss, wie in der Notstromversorgung von Kraft- und Umspannwerken, Rechenzentren, Telekommunikationsinfrastruktur und Flughäfen.

Seit vielen Jahren ist BAE auch auf dem Markt der erneuerbaren Energien tätig und bietet Lösungen für eine zuverlässige und umweltfreundliche Stromversorgung.

BAE zeichnet sich durch seine Kundenorientierung aus. Eine hochflexible und prozessorientierte Struktur ermöglicht es uns, unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.

Herausragende Qualität, höchste Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit sind die Kernelemente des langjährig bewährten Erfolges unserer Premiumprodukte und unserer Unternehmensphilosophie.

Qualität – Made in Germany

BAE SECURA Batterien sind die perfekte Lösung für eine breite Palette industrieller Energiesysteme und halten selbst den extremsten Bedingungen stand.

BAE SECURA Batterien für stationäre und erneuerbare Energieanwendungen sind die perfekte und sicherste Wahl, wenn es um zuverlässige Stromversorgung geht. Unsere Premium-Batterien erfüllen alle Anforderungen an eine moderne Stromversorgungsanwendung mit einer sehr großen Bandbreite und unterschiedlichen Blei-Technologien.

BAE fertigt sowohl wartungsarme traditionelle Batterien mit flüssigem Elektrolyt als auch wartungsfreie Batterien in fortschrittlicher GEL-Technologie mit festem Elektrolyt. Zuverlässigkeit, eine überdurchschnittliche Lebensdauer und hervorragende Tiefentladungsfähigkeiten sind die Markenzeichen unserer Batterien.

Einzigartige Eigenschaften unserer Batterien ermöglichen leistungsstarke und zuverlässige maßgeschneiderte Lösungen.

PS & Pioniergeist, Ausstellung vom 4.Juli bis zum 30.Aug. 2026

Die Neue Automobilgesellschaft (N.A.G.) war ein bedeutender deutscher Automobil- und Nutzfahrzeughersteller, der 1901 in Schöneweide gegründet wurde.
Als Tochtergesellschaft der AEG prägte das Unternehmen die deutsche Ingenieurskunst im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts maßgeblich.

Der Automobil-Bau begann im Jahr 1900 in einem Teil des neuen Kabelwerks der AEG. Erste Versuche galten der PKW-Konstruktion von Prof. Dr. Georg Klingenberg.
Doch der,,Klingenbergwagen” erwies sich als Flop.
Daraufhin kaufte die AEG die Firma Kühlstein Wagenbau, sowie alle ihre Patente.
Diese Firma hatte seit 1888 den Bau von Automobilen mit Elektroantrieb aufgenommen.
Unter dem Label,,Neue Automobil-Gesellschaft mbh” (N.A.G.) wurde eine breite Produktpalette angeboten. Die Fabrikation gliederte sich in vier Abteilungen:

Kleinwagen, größere Wagen, Lastwagen und Elektromobile. Ab 1905 kamen auch Droschken und Omnibusse dazu.
Außerdem wurden Motoren gebaut für stationäre Betriebe, für die Schifffahrt und für Flugzeuge aller ArtMehr und mehr wurden kriegswichtige Produkte hergestellt.

Im Jahr 1912 wurde für die Heeresleitung der 3,5- sowie 5-Tonnen-Lkw in Großserie gebaut, was hohe Profite brachte.

1915 wurde die ”Neue Automobil-Gesellschaft” umbenannt in ”Nationale Automobil-Gesellschaft’�
1917 zog die N.A.G. in den gerade fertiggestellten Peter-Behrens-Bau – eine Stockwerksfabrik, die als eine der modernsten Industrieanlagen Deutschlands galt.

Nach einer Glanzzeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg stagnierte ab Mitte der Zwanziger Jahre der Absatz.
Ende 1932 übernahm die Büssing AG die komplette Abteilung der AEG-Nutzfahrzeug-Tochter NAG;
diese bestand im Unternehmensnamen als Büssing-NAG noch bis 1949 weiter.

Zu den PKW, die zunächst weiter in Schöneweide gebaut wurden, zählte auch der NAG V8, der erste deutsche Personenkraftwagen mit einem Achtzylinder-V-Motor.
Er galt als technologische Meisterleistung, doch die Entwicklungskosten waren so hoch, dass das Fahrzeug nie in Serie ging.
1926 fusionierte die NAG mit der Berliner Automarke Protos zur NAG-Protos.
Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten während der Weltwirtschaftskrise endete die traditionsreiche Automobilproduktion in Schöneweide im Jahr 1934.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Das Festival der Berliner Industriekultur 12.9. bis 4.10.26

 

Vom 12. September bis 4. Oktober 2026 wird Berlin zur Bühne für ein außergewöhnliches Kulturereignis:
Das Festival der Berliner Industriekultur lädt dazu ein, die Stadt aus einer neuen Perspektive zu entdecken.Berlin hat in seinen Bezirken unzählige verborgene Attraktionen zu bieten. Rund 100 Veranstaltungen machen
das sichtbare und unsichtbare Erbe der Industrialisierung erlebbar. Dazu zählen Fabriken, Infrastrukturen, Wohnsiedlungen und vieles mehr.
Über 50 Partner bieten ein einzigartiges Programm: Etablierte Schauplätze und spannende Geheimtipps öffnen ihre Türen für außergewöhnliche Events –
gemeinsam mit Kunst- und Kulturschaffenden, Bildungseinrichtungen und der Berliner Wirtschaft. Die Bandbreite reicht von Stadtführungen
mit exklusiven Einblicken über Fotowalks und historische Verkehrsrallyes bis zu Gaumenfreuden an Orten der Industriekultur.
Industriegeschichte verbindet sich mit heutiger Lebenskultur und sorgt für viele Aha-Erlebnisse.
Der Industriesalon ist Partner des Festivals.
Der “Walk of Fame Schöneweide” ist der Auftakt.Eröffnung am 12.9. um 14Uhr auf der Wilhelminenhofstraße/Ecke Edisonstraße.
Um 16 Uhr Eröffnung Ausstellung zu Schöneweider Highlights aus Technik und Produktion.
Eintritt ist frei.

Das volle Programm am Tag des offenen Denkmals 12./13.9.2026

Samstag, 12.9.2026
Öffnung des Industriesalon 14 bis 18 Uhr 

11 Uhr– Sonderführung über den Waldfriedhof
Treffpunkt: Haupteingang Waldfriedhof, An der Wuhlheide 131 A
Spenden erbeten
Anmeldung erforderlich: info@industriesalon.de

14 Uhr
– Eröffnung “Walk of Fame Schöneweide 2026”
Treffpunkt: Industriesalon Schöneweide
Eröffnung mit Bürgermeister Igel, Musik und Getränken
Gemeinsamer Spaziergang zu den Sehrohren entlang der Wilhelminenhofstraße

16 Uhr– Pioniere der Transformation in Oberschöneweide
Ausstellungseröffnung im Industriesalon

Sonntag, 13.9.2026
Öffnung des Industriesalon 14 bis 18 Uhr
Ausstellung: Pioniere der Transformation in Oberschöneweide
“Walk of Fame Schöneweide 2026” – Begehbare Installation mit Sehrohren auf der Wilhelminenhofstraße

14 Uhr und 16 Uhr
1. Führung 14 und 16 Uhr-
Mit dem “Kabelpapst” durch seine Sammlung
Zu Jedem Kabel eine Geschichte
2. Führung14 und 16 Uhr
Führung zur Modelleisenbahn, Einblicke in historische und aktuelle Bauprojekte.
Dazu gehört die Wohnungsanlage aus dem Jahr 1965 und die Esstischanlage in Spur TT – nach dem Vorbild Elbsandsteingebirge.
Erweiterung der Anlage um einen neuen Straßenbahn-Teil.
Treffpunkt: Industriesalon – Bitte pünktlich, da die Führungen in benachbarten Gebäuden stattfinden.
Anmeldung nicht erforderlich.

15 Uhr- Feierabend! Auf der Suche nach den historischen Arbeiterkneipen in Oberschöneweide 
Ausgebucht! Neue Termine in Kürze.

Viel Spaß und laufend neue Erkenntnisse!

Musikalische Lesung: Bernadette La Hengst, Freitag, 19.Juni 26, 19 Uhr

Wenn Bernadette La Hengst “Gib mir meine Zukunft zurück” singt, dann mit Beat unter den Füßen und Haltung im Bauch.
Seit 2002 macht sie politischen Solo-Pop, hat mit Rimini Protokoll, am Thalia, Gorki und HAU gearbeitet und leitet den Chor der Statistik.
Ihr Pop ist Widerstand und Einladung zugleich.

Im Vorverkauf 12 €
in der Buchhandlung Werk 116
Wilhelminenhofstraße 88, 12459 Berlin

Abendkasse 16 €
im Industriesalon Schöneweide

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