PS & Pioniergeist, Ausstellung vom 4.Juli bis zum 30.Aug. 2026

Die Neue Automobilgesellschaft (N.A.G.) war ein bedeutender deutscher Automobil- und Nutzfahrzeughersteller, der 1901 in Schöneweide gegründet wurde.
Als Tochtergesellschaft der AEG prägte das Unternehmen die deutsche Ingenieurskunst im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts maßgeblich.

Der Automobil-Bau begann im Jahr 1900 in einem Teil des neuen Kabelwerks der AEG. Erste Versuche galten der PKW-Konstruktion von Prof. Dr. Georg Klingenberg.
Doch der,,Klingenbergwagen” erwies sich als Flop.
Daraufhin kaufte die AEG die Firma Kühlstein Wagenbau, sowie alle ihre Patente.
Diese Firma hatte seit 1888 den Bau von Automobilen mit Elektroantrieb aufgenommen.
Unter dem Label,,Neue Automobil-Gesellschaft mbh” (N.A.G.) wurde eine breite Produktpalette angeboten. Die Fabrikation gliederte sich in vier Abteilungen:

Kleinwagen, größere Wagen, Lastwagen und Elektromobile. Ab 1905 kamen auch Droschken und Omnibusse dazu.
Außerdem wurden Motoren gebaut für stationäre Betriebe, für die Schifffahrt und für Flugzeuge aller ArtMehr und mehr wurden kriegswichtige Produkte hergestellt.

Im Jahr 1912 wurde für die Heeresleitung der 3,5- sowie 5-Tonnen-Lkw in Großserie gebaut, was hohe Profite brachte.

1915 wurde die ”Neue Automobil-Gesellschaft” umbenannt in ”Nationale Automobil-Gesellschaft’�
1917 zog die N.A.G. in den gerade fertiggestellten Peter-Behrens-Bau – eine Stockwerksfabrik, die als eine der modernsten Industrieanlagen Deutschlands galt.

Nach einer Glanzzeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg stagnierte ab Mitte der Zwanziger Jahre der Absatz.
Ende 1932 übernahm die Büssing AG die komplette Abteilung der AEG-Nutzfahrzeug-Tochter NAG;
diese bestand im Unternehmensnamen als Büssing-NAG noch bis 1949 weiter.

Zu den PKW, die zunächst weiter in Schöneweide gebaut wurden, zählte auch der NAG V8, der erste deutsche Personenkraftwagen mit einem Achtzylinder-V-Motor.
Er galt als technologische Meisterleistung, doch die Entwicklungskosten waren so hoch, dass das Fahrzeug nie in Serie ging.
1926 fusionierte die NAG mit der Berliner Automarke Protos zur NAG-Protos.
Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten während der Weltwirtschaftskrise endete die traditionsreiche Automobilproduktion in Schöneweide im Jahr 1934.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Ausstellung: Faszination Modellbahn in 1:120

Wir schreiben das Jahr 1957. In einem Hinterhof in der Grünauer Straße, dem Sitz der Firma Zeuke & Wegwerth KG, nahm alles seinen Anfang. Inspiriert von der westlichen Firma ROKAL, die fast ein Jahrzehnt zuvor die Spurweite TT im Maßstab 1:120 eingeführt hatte, strebte man an, ein ebenso kompaktes System für die Massenproduktion zu entwickeln. Dieses sollte in jede Wohnung passen und dennoch genügend Details bieten, um der größeren Spur H0 in nichts nachzustehen. So legte Zeuke den Grundstein für die erfolgreichste Spurweite in der kleinen DDR und in vielen ihrer sozialistischen Bruderländer.

Die Ausstellung im Industriesalon Schöneweide beleuchtet vom 22. November 2025 bis Ende März 2026 die facettenreiche Geschichte der Zeuke & Wegwerth KG, die ab 1972 als VEB Berliner TT-Bahnen firmierte, sowie die kurze Nachwendezeit unter dem Namen Berliner TT-Bahnen Zeuke GmbH.

Unsere Besucher*innen können sich auf eine Vielzahl von Original-Sets, Werbeprospekten, Zeitungsartikeln und historischen Fotografien freuen. Eine liebevoll gestaltete Modellbahnanlage zeigt die kompakten Bauweisen, die dem Namen T(able) T(op) alle Ehre machen – aufgebaut auf einem alten Esstisch.

 

Eintritt frei!

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Industrieabfälle – das digitale Radio

Ein altes Radio, das Geschichten erzählt, Wellensalat serviert und tolle Bilder zeigt.
Zu hören und zu sehen sind Ergebnisse der Workshop-Reihe „Industrieabfälle 2025“
Kinder machen Radio – künstlerisch begleitet von Irene Accardo und Ariel William Orah
Ermöglicht wurde das Projekt durch eine Förderung im Rahmen des Programms „Berliner Funkeln“ der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin.

Das Archiv von Fräulein Krause

Vom 3. Mai bis zum 20. Juli 2025 zeigt der Industriesalon Schöneweide in Kooperation mit der Christusgemeinde eine Ausstellung zum Leben und Werken der Oberschöneweider Ortschronistin Waltraud Krause.

Waltraud Krause war Zeit ihres Lebens Lehrerin in Oberschöneweide. Doch ihre Berufung war die Geschichte: Als Ortshistorikerin trug sie akribisch alle Informationen über Schöneweide zusammen, die sie finden konnte. Von den Orten der Bombenabwürfe im Zweiten Weltkrieg bis zur Zahl der Registrierkassen in einer neu eröffneten Kaufhalle, keine Information war für sie wertlos. Dabei schrieb sie nicht nur auf Papier oder in Notizbücher, sondern auch auf Kassenbons, alter Tapete – allem, was gerade greifbar war.
Die Ausstellungseröffnung findet am 3. Mai, 16 Uhr, im Industriesalon statt.
Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Salon geöffnet: Mi-So 14 bis 18 Uhr.

Ausstellung 15 Jahre Industriesalon

13.7. bis 25.8.2024

Von der historischen Elektropolis bis zum Zukunftsort mit neuen Energien und großen Visionen.

Seit 15 Jahren erforscht der Industriesalon die lokale Geschichte, vermittelt Zusammenhänge und begleitet Veränderungen. In der Geburtstagsausstellung werden Fotos aus der täglichen Arbeit gezeigt – ein Resümee mit vielen schönen Momenten, erstaunlichen Einfällen und ganz viel Engagement! Die Ausstellung ist noch bis zum 25. August zu sehen.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 14-18 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!