| Vom 12. September bis 4. Oktober 2026 wird Berlin zur Bühne für ein außergewöhnliches Kulturereignis: Das Festival der Berliner Industriekultur lädt dazu ein, die Stadt aus einer neuen Perspektive zu entdecken.Berlin hat in seinen Bezirken unzählige verborgene Attraktionen zu bieten. Rund 100 Veranstaltungen machen das sichtbare und unsichtbare Erbe der Industrialisierung erlebbar. Dazu zählen Fabriken, Infrastrukturen, Wohnsiedlungen und vieles mehr.Über 50 Partner bieten ein einzigartiges Programm: Etablierte Schauplätze und spannende Geheimtipps öffnen ihre Türen für außergewöhnliche Events – gemeinsam mit Kunst- und Kulturschaffenden, Bildungseinrichtungen und der Berliner Wirtschaft. Die Bandbreite reicht von Stadtführungen mit exklusiven Einblicken über Fotowalks und historische Verkehrsrallyes bis zu Gaumenfreuden an Orten der Industriekultur. Industriegeschichte verbindet sich mit heutiger Lebenskultur und sorgt für viele Aha-Erlebnisse. Der Industriesalon ist Partner des Festivals. Der “Walk of Fame Schöneweide” ist der Auftakt. Eröffnung am 12.9. um 14Uhr auf der Wilhelminenhofstraße/Ecke Edisonstraße. |

Anne Rabe liest im Salon: „Die Möglichkeit von Glück“
Am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, ist Anne Rabe bei uns zu Gast. Sie liest aus ihrem Roman „Die Möglichkeit von Glück“ und kommt anschließend mit dem Publikum ins Gespräch. Das Buch erzählt von einer Kindheit zwischen zwei Welten, den letzten Jahren der DDR und dem Erwachsenwerden in einem neuen Land. Die Erzählerin Stine sucht nach den Spuren von Gewalt und Schweigen in ihrer eigenen Familie und stößt dabei auf Geschichten, die bis heute nachwirken. 2023 stand der Roman im Finale des Deutschen Buchpreises.
Uns interessiert an diesem Abend nicht nur die Herkunft, sondern auch die Gegenwart: wie Glück möglich bleibt und was es für uns heute bedeutet. Die Moderation übernimmt Klaus Burmeister. Es ist die sechste Ausgabe von „Zukunft im Gespräch“, der Reihe, die wir gemeinsam mit der Buchhandlung WERK 116 veranstalten. Die Reihe bekommt jetzt eine eigene Seite: unter zukunft-im-gespraech.de stehen künftig alle Ausgaben, die Fragen der Abende und die Antworten des Publikums.
Jüdisches Leben und Arbeiten in Schöneweide – die Geschichten von sechs Familien
Entdecken sie die Geschichten unserer ehemaligen Nachbarn. Es gab darunter große Namen, wie die Familie Rathenau, die Familie Feldmann mit ihrer Färberei oder die Familie Lehmann mit ihrer Plüschfabrik. Viele andere Familien prägten Schöneweide und machten Schöneweide zu ihrem zuhause und für alle Bewohner lebenswert.
Wir zeigen am Beispiel von sechs Familien, dass es selbstverständlich war, zumindest bis 1933, im Kaufhaus der Familie Altmann in der Wilhelminenhofstraße einzukaufen, sich juristischen Beistand bei Rechtsanwalt Paul Altmann zu holen, den man vielleicht auch aus dem Ruderklub kannte, sich im Friseursalon von Liesbeth Lewy die Haare schneiden zu lassen, sich bei Rosa Schindler ein Radio zu kaufen, sich bei Dr. Gostynski behandeln zu lassen. Man betrieb im Ruderklub mit den Nachbarn gemeinsam Sport und arbeitete bei der AEG nebeneinander. Die Kinder gingen hier in die Volksschule und ins Realgymnasium. Man traf sich mit befreundeten Familien zum Skatspielen oder machte gemeinsame Bootsauflüge.
Anhand eines historischen Stadtplans lassen sich die Wohn- und Arbeitsorte finden und damaligen Netzwerke erforschen, bis der Rassenwahn des Faschismus alles zerstörte.
An rund 35 ehemalige Bewohner wird mit Stolpersteinen erinnert. Viele Schöneweider Schülern und Schülerinnen haben die Verlegungen begleitet. Ihre Eindrücke haben sie aufgeschrieben und werden ebenfalls in dieser Ausstellung gezeigt.
Wir wünschen den Besuchern viele interessante Erkenntnisse und freuen uns auf ein ihr Feedback!
Das DDR Museum präsentiert ein neues Filmprojekt: »Orte Ost« mit dem Pilotfilm über Oberschöneweide. Historiker Dr. Ilko-Sascha Kowalzcuk führt filmisch durch die Geschichte unseres Standortes. Die Reihe auf dem YouTube-Kanal des DDR Museum veröffentlicht.










