Ausstellung – Eröffnung am 11.9.2021

Ausstellung im Industriesalon vom 11.9. bis zum 30.11.2021
Historische Architektur in Treptow-Köpenick: Heute
dokumentiert vom Photokünstler HITCH

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog

Infos zur Ausstellung
Berlin entwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum größten Industriezentrum Deutschlands. Vorangetrieben hatten diese Entwicklung vornehmlich die Unternehmen Borsig im Maschinenbau und Siemens & Halske sowie die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) in der Elektroindustrie. Die Firmen starteten Ihre Neugründungen in Randgebieten Berlins. Borsig bezog Firmenareale in Tegel, während Siemens & Halske die Siemensstadt aufbaute.

Die AEG entwickelte Oberschöneweide, damals ein Ausflugs- und Naherholungsort im Südosten Berlins, in den 1890er Jahren in ein industrielles Ballungsgebiet. Namhafte Architekten wie Peter Behrens oder Ernst Ziesel wurden mit dem Bau der Fabrikationsstätten rund um die Wilhelminenhofstraße betraut. In 25 großen und einer Vielzahl kleinerer Fabriken unterschiedlicher Firmen arbeiteten binnen kurzer Zeit 25.000 Menschen. Die Bevölkerung von Oberschöneweide stieg deshalb sprunghaft an, von rund 159 im Jahr 1890, zu 5.850 im Jahr 1900 bis auf 26.000 im Jahr 1928.

In den einstigen Bezirken Treptow und Köpenick entwickelten sich in der Folgezeit eine Vielzahl von Unternehmen, die mit Ihren Produkten über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt wurden. Nach der Wiedervereinigung 1989 brachen die Absatzmärkte vieler Ost-Berliner Betriebe parallel mit dem 1990 erfolgten Austritt der DDR aus dem Wirtschaftsverbund der ehemals sozialistischen Staaten (RGW) und der Privatisierung vieler Betriebe durch die Treuhandanstalt zusammen. Hunderte Industriebetriebe wurden in der Folgezeit geschlossen und die Gebäudeanlagen waren dem Verfall preisgegeben.
Im Zuge des rasanten wirtschaftlichen Strukturwandels verlagert sich die Hauptzahl der Arbeitsplätze in den Dienstleistungssektor, den Bereich Wissenschaft und Forschung sowie innovative industrielle Branchen, wie zum Beispiel Startups. Beschäftigte werden inzwischen weltweit angeworben.
Die Beliebtheit Berlins als Arbeits- und Wohnort sowie die dadurch gestiegenen Zuzugszahlen lassen den Wohnraum knapp und teuer werden. Viele historische Firmenkomplexe werden umgewidmet, modernisiert und wieder vermietet oder unwiederbringlich abgerissen und zu Baugrundstücken.

2019 beauftragte das Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin/Fachbereich Kultur und Museum den Berliner Photokünstler HITCH, für den Bezirk einst wichtige Firmengelände zu dokumentieren. HITCH, ein Vertreter der Available Light Photography, fängt mit seinen Bildaufnahmen den aktuellen baulichen Erhaltungszustand dieser teilweise unter Denkmalschutz stehenden historischen Liegenschaften ein, bevor sie sich möglicherweise in naher Zukunft verändern werden.

Die von HITCH zusammengetragenen historischen Daten der ehemaligen Firmenareale in Verbindung mit einigen biografischen Angaben ihrer Gründer oder Eigentümer bieten überraschende und vielleicht auch manchmal traurige Einsichten. Sie künden von den Visionen dieser Menschen, der Durchsetzungsfähigkeit der von ihnen entwickelten Produkte aber auch von Ihrer Vergänglichkeit. Die Ausstellung entführt auf eine spannende Entdeckungsreise der Wirtschaftsgeschichte in Treptow-Köpenick.

 

Unternehmen in Oberschöneweide
Industriesalon proudly presents: botspot

Einst war Schöneweide ein bedeutendes Gründerzentrum der Elektroindustrie. Heute entwickelt sich hier ein “Zukunftsort” mit innovativen Firmen. Im Rahmen der Ausstellung über Schöneweide präsentiert der Industriesalon abwechselnd Firmen, die heute in Schöneweide produzieren, forschen, arbeiten.

Smarte 3D-Scan-Systeme für mehr Nachhaltigkeit und Effizienz

Das Berliner Unternehmen botspot ist auf Bau und Entwicklung hochwertiger photogrammetrischer 3D-Scansysteme spezialisiert. Seit der Firmengründung 2013 hat es sich als ein Technologieführer der Branche etabliert.

Die Geschichte beginnt mit Deutschlands erstem 3D-Druck-Store am Moritzplatz in Berlin. Hier konnten sich Personen einscannen und anschließend als Miniaturfigur in 3D drucken lassen. Da es keinen geeigneten Scanner auf dem Markt gab, entwickelten die Gründer ihn kurzerhand selbst. Schnell erkannten sie das enorme Potential des Geräts.

Es zeigte sich, dass in vielen Branchen Bedarf an zuverlässigen photogrammetrischen Scansystemen besteht, so dass botspot hier von Beginn an seine Stärken ausspielen konnte: Hochpräzise und farbtreue 3D-Modelle und einfache, intuitive Digitalisierung in Sekundenbruchteilen dank einem berührungslosen und komplett ungefährlichen Scanprozess. Aus diesem Grund erweiterte botspot den Fokus von der Scandienstleistung zur Serienherstellung von 3D-Scannern und avancierte zu einem internationalen Technologieführer im Bereich der Photogrammetrie.

Von der Photographie zum 3D-Modell

Bei der 3D-Digitalisierungs mittels Photogrammetrie nehmen zahlreiche Kamerasensoren Bilder des Scanobjekts aus verschiedenen Perspektiven auf. Anschließend ermittelt eine Software markante Merkmale in den Einzelaufnahmen. Durch Triangulation dieser eindeutigen Punkte können 3D-Oberflächen exakt rekonstruiert werden. Nach dem gleichen Grundprinzip ermöglichen unsere Augen dreidimensionales Sehen.

Auf diese Weise entstehen detailtreue und absolut farbechte 3D-Modelle mit einer Auflösung von bis zu 0,1 mm und einer Textur mit bis zu 16,7 Millionen Farben.

Fortführung der Industriekultur in Schöneweide

Mit der Neuausrichtung botspots ging auch ein Umzug auf das Gelände des Technologie- und Gründerzentrums Spreeknie in Oberschöneweide einher. Aufgrund der Infrastruktur und der langen Tradition von Schöneweide als Produktionsstandort wurde die Gegend als idealer Inkubator für technische Innovationsarbeit angesehen. Mittlerweile arbeiten knapp 30 Mitarbeiter bei botspot.

Das Produktportfolio von botspot besteht heutzutage aus verschiedenen 3D-Scan-Systemen zur Digitalisierung von Personen und Objekten. Zudem bietet botspot maßgeschneiderte Lösungen für zahlreiche Applikationen in den Bereichen VR/AR/MR, Health Care, Industrial Applications und Fullbody Scanning. Die 3D-Scanner von botspot sind weltweit im Einsatz.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen

In der Industrie werden botspots Scansysteme für die Qualitätskontrolle und Vermessung von Bauteilen im Rahmen von Reverse Engineering verwendet.

Im E-Commerce helfen die 3D-Scanner dabei, Prozesse nachhaltiger zu gestalten und Retourkosten zu reduzieren.

Für Dokumentationszwecke digitalisieren die botspot-Scanner Kulturgüter, im Medizinbereich sogar Organe und lebendes Gewebe. An anderer Stelle erleichtern sie den Prozess der Prothesenanpassung und verhelfen den Patienten so zu mehr Lebensqualität.

In Anbetracht der Dynamik des Marktes ist davon auszugehen, dass die 3D-Digitalisierung von Objekten, aber auch Personen, in immer mehr Lebensbereiche Eingang finden wird.

Besuchen Sie botspot im Web, um mehr über 3D-Digitalisierung mittels Photogrammetrie zu erfahren:

Entdecken sie zahlreiche 3D-Modelle, die allesamt mit den 3D-Scannern von botspot erstellt wurden: