Jüdisches Leben und Arbeiten in Schöneweide – die Geschichten von sechs Familien
Entdecken sie die Geschichten unserer ehemaligen Nachbarn. Es gab darunter große Namen, wie die Familie Rathenau, die Familie Feldmann mit ihrer Färberei oder die Familie Lehmann mit ihrer Plüschfabrik. Viele andere Familien prägten Schöneweide und machten Schöneweide zu ihrem zuhause und für alle Bewohner lebenswert.
Wir zeigen am Beispiel von sechs Familien, dass es selbstverständlich war, zumindest bis 1933, im Kaufhaus der Familie Altmann in der Wilhelminenhofstraße einzukaufen, sich juristischen Beistand bei Rechtsanwalt Paul Altmann zu holen, den man vielleicht auch aus dem Ruderklub kannte, sich im Friseursalon von Liesbeth Lewy die Haare schneiden zu lassen, sich bei Rosa Schindler ein Radio zu kaufen, sich bei Dr. Gostynski behandeln zu lassen. Man betrieb im Ruderklub mit den Nachbarn gemeinsam Sport und arbeitete bei der AEG nebeneinander. Die Kinder gingen hier in die Volksschule und ins Realgymnasium. Man traf sich mit befreundeten Familien zum Skatspielen oder machte gemeinsame Bootsauflüge.
Anhand eines historischen Stadtplans lassen sich die Wohn- und Arbeitsorte finden und damaligen Netzwerke erforschen, bis der Rassenwahn des Faschismus alles zerstörte.
An rund 35 ehemalige Bewohner wird mit Stolpersteinen erinnert. Viele Schöneweider Schülern und Schülerinnen haben die Verlegungen begleitet. Ihre Eindrücke haben sie aufgeschrieben und werden ebenfalls in dieser Ausstellung gezeigt.
Wir wünschen den Besuchern viele interessante Erkenntnisse und freuen uns auf ein ihr Feedback!
