Walk of Fame 2026 – Das Transformatorenwerk Oberschöneweide

Rotes Sehrohr mit der Aufschrift „nach 1990“

Walk of Fame Schöneweide 2026

Das Transformatorenwerk Oberschöneweide

Abbildung zur Tafel „Das Transformatorenwerk Oberschöneweide“

Der geplante Campus Entwurf von 2020 von Tchoban Voss Architekten für Base Camp Student GmbH Die Treuhandanstalt erhielt die Aufgabe, das Werk zu verkaufen. Das Areal mit 300.000 m² wurde in vier Betriebsteile aufgeteilt und einzeln vermarktet. Die AEG übernahm zwei Drittel des Geländes auf 40 Jahre zur Pacht.

Die Geländesanierung wurde mit ca. 70 Millionen D-Mark subventioniert. Die AEG garantierte 600 Arbeitsplätze. Unter dem Label AEG TRO GmbH wurden Transformatoren, Stufenschalter und Schaltgeräte gebaut. Dann brach der Markt in der Sowjetunion weg, neue Transformatoren-Modelle erwiesen sich als Flop. Trotz aller Proteste wurde das Werk am 31.12.1996 geschlossen. Die AEG wurde in den Daimler-Benz -Konzern eingegliedert.

Für 12 Mio. D-Mark kaufte der ehemalige Eigentümer von „Ruhnke-Optik” Peter Barg das rund 73.000 m² große Areal. Er gründete dort das „Kultur- und Technologiezentrum Rathenau” und vermietete die Hallen temporär. Sein Ziel war es, einen gemischt genutzten Kreativ- und Gewerbestandort zu entwickeln. Aber sein Bankkredit wurde von einem amerikanischen „Heuschreckenfonds” aufgekauft, Barg konnte die verschärften Konditionen nicht mehr bedienen und ging in die Insolvenz, Die irische Toruro GmbH erwarb das Areal für 12 Mio. Euro.

Der Flächennutzungsplan erlaubt eine „Mischnutzung”- Toruro plante 250 Wohnungen, Hotels, Büros, Einzelhandel. Die Marktwertentwicklung wurde auf bis zu 45 Mio. €, geschätzt, falls Wohnungsbaurecht geschaffen worden wäre. Auf Grund erheblicher Kontroversen um die Wohnungsplanungen und eines jahrelangen Bebauungsplanverfahrens gab Toruro auf und verkaufte weiter.

2019

kaufte „European Student Housing Fund” das Areal. das von der „BaseCamp Student GmbH” zu einem Campus entwickelt werden sollte. Als Kaufpreis werden etwa 50 Mio. € vermutet. Für die Entwicklung des Quartiers wurden Investitionen von 500 Mio. Euro angekündigt. Der neue Campus wurde von namhaften Architekten geplant. Schrittweise wurde BaseCamp Student von „Xior Student Housing” übernommen, ein Unternehmen, das weltweit Studentenwohnheime betreibt. Wahrscheinlich wegen steigender Baukosten und langwieriger Genehmigungsverfahren wurde das Projekt weiterverkauft.

Bekannt ist, dass es zwischenzeitlich einen Eigentümerwechsel gegeben hat. Nicht eindeutig belegt ist, dass die Empira Group Anteile von „Urban Banks Berlin übernommen hat, einer Standortmarke, unter der das ehemalige BaseCamp- Projekt vermarktet wird. Empira ist ein internationaler Investmentmanager für Immobilien und Kapitalanlagen mit Hauptsitz in der Schweiz.