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Reinbeckhallen

Der Industriesalon nutzt eine sanierte Betonhalle, die in der DDR als Elektrowerkstatt für das TRO diente. Die meisten der benachbarten Gebäude wurden von Künstlern und Kreativen gekauft.
1990
_ 2004 Die Treuhand teilt das rund 12 Hektar große Transformatorenwerk in einen westlichen Teil mit dem Transformatorenbau und einen kleineren östlichen Teil mit dem ehemaligen Schalterbau. Der gilt als technisch veraltet und wird stillgelegt. Die Gebäude werden nicht unter Denkmalschutz gestellt.
Als Zwischennutzung versucht das Kulturwerk die Industriehallen mit Veranstaltungen und Ausstellungen zu beleben. Doch der Träger, die KirchBauhof gGmbH, muss 2002 Insolvenz anmelden. Die Hallen stehen leer. Der Bezirk erwägt den Abriss.
2004 – 2016
Rechtsanwalt Sven Herrmann und Galerist Helmut Schuster kaufen das marode Areal für ca. 450.000 Euro. Beide begeistert die Vision der „Schauhallen’, ein Kunstquartier im industriellen Ambiente, mit internationaler Ausstrahlung. Für die fehlenden 20 Mio. Euro sucht Herrmann weltweit nach Investoren im Kunstbereich. Aber Unterstützer bleiben mißtrauisch, die Finanzierung scheitert.
Einzelne Hallen werden verkauft, 2013 erwirbt Bryan Adams die Spreehalle.
2016
Sven Herrmann gründet die gemeinnützige Stiftung Reinbeckhallen, die auf seiner eigenen Kunstsammlung basiert. Sie betreibt Ausstellungen und Kulturprogramme – vor allem in den Reinbeckhallen.
Heute
Industriesalon Ausgangspunkt für die Gründung des Industriesalons im Jahr 2009 ist die Rettung des Werksmuseums aus dem VEB Werk für Fernsehelektronik (WF). Sven Herrmann stellt dafür eine Halle auf seinem Areal zur Verfügung. Mit öffentlichen Geldern wird sie 2011/2012 energetisch saniert.
Zunächst ist der Verein mit dem Ordnen und Bewahren des industriellen Erbes aus dem WF beschäftigt. Zunehmend weitet sich der Fokus auf das historische Industriegebiet. Es werden Führungen, Veranstaltungen, Gespräche und Netzwerkarbeit organisiert. Aus intensiven Recherchen und den Erfahrungen der täglichen Arbeit vor Ort entwickelt sich der Industriesalon zum Vermittler von Geschichte, Architektur, und Wissenschaft am Standort. In den letzten Jahren ist die Organisation einer Standortgemeinschaft mit den Eigentümern der Industrieareale zunehmend wichtiger geworden.
Der Industriesalon begleitet den andauernden Transformationsprozess in Oberschöneweide als kritischer Beobachter, Bewahrer des industriellen

