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Technikpionier Georg Stern

Georg Joseph Stern (* 1867- + 1934) Erster Direktor vom TRO Physiker, Ingenieur und Komponist, ‘Schwager von Kéithe Kollwitz Als erster Direktor pragte Georg Stern die Entwicklung des AEG-Transformatorenwerkes (TRO) maßgeblich. Ehemalige Mitarbeitende bezeichneten ihn rückblickend als „einen der hervorragendsten Wegbereiter der Hochspannungstechnik’.
1908
stellte Stern Vorschriften für den Parallelbetrieb von mehreren Transformatoren auf, die als „Sternschaltung” zum Standard wurden. Auf ihn geht auch ein wichtiges Prüfverfahren zurück, die sogenannte „Überspannungs- oder „Sprungwellenprobe„, durch die Transformatoren etwa im Hinblick auf Gewitterfestigkeit geprüft werden konnten.
Auch der Bau von „Einheits-Transformatoren„ geht auf ihn zurück. Damit konnte den schnell wachsenden Ansprüchen der immer größeren Kraftwerke entsprochen werden. In seiner Amtszeit vergrößerte sich die Leistung von u.a. in Elektrizitätswerken eingesetzten (Groß-)Transformatoren von 5.000 auf über 100.000 Kilovoltampere. In die Ära Stern fiel die Entwicklung des ersten Wandertransformators im TRO (1923), der Bau des größten Transformatoren der Welt (1927) und die Entwicklung der Druckluftschaltertechnik zur Serienreife (1929).
Sinnfällig verdeutlicht diese stürmische Entwicklung auch der von ihm geleitete Auf- und Ausbau des Transformatorenwerks, das die Grundstücksfläche auf 140.000 m² erweiterte und über ein eigenes Kraftwerk verfügte. In Anerkennung seiner Leistungen wurde Stern 1926 stellvertretendes Vorstandsmitglied der AEG.
Den Posten hatte er bis 1940 inne. Er war Mitglied und Vorsitzender in mehreren Ausschüssen des VDE sowie in der Internationalen Elektrotechnischen Kommission.
1931
wurde Stern pensioniert. Nun widmete er sich seiner zweiten großen Leidenschaft, der kompositorischen Arbeit. Auch diese Leistungen fanden Anerkennung, so in Aufführungen seiner Kompositionen in der Berliner Philharmonie, in Dresden und Königsberg. Im Alter von 66 Jahren starb Georg Stern. Seit 1938 war er mit Berta Lisbeth Schmidt verheiratet, der jüngeren Schwester von Käthe Kollwitz. Er wurde in der Familiengrabstätte Kollwitz/Stern auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin-Lichtenberg beigesetzt.

