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Der Großtransformator

wurde im AEG Transformatorenwerk Oberspree der größte Einphasen-Transformator der Welt gebaut. Das AEG-Transformatorenwerk Oberschöneweide (TRO) leistete Pionierarbeit. Hier wurde der „Weltrekord-Transformator” gebaut, ein historischer Meilenstein. Eingesetzt wurden Einphasen-Transformatoren für den großflächigen Ausbau des neuen 220-kv-Höchstspannungsnetzes in Deutschland und für internationale Großkraftwerke.
Zusammengeschaltet zu sogenannten „Drehstrom-Banken” transformierten sie den erzeugten Strom auf 220.000 Volt hoch, damit dieser nahezu verlustfrei über hunderte Kilometer transportiert werden konnte. Gebaut wurde der Groß-Transformator in der Neuen Montagehalle (1916/17).
Die Halle wurde ursprünglich von der Niles-Werkzeugmaschinenfabrik errichtet, die im Ersten Weltkrieg Hochkonjunktur hatte. Vorbild für den Architekten Paul Tropp war dabei die AEG-Großmaschinenhalle von Peter Behrens in der Hussitenstraße in Berlin-Wedding. Mit zwei übereinander liegenden Kranbahnen und fünf Laufkränen ausgestattet, konnten schwerste Maschinen montiert und auf Waggons verladen werden.
1921
übernahm die AEG das Transformatorenwerk Oberschöneweide. Die vorhandenen Gebäude baute sie weiter aus. Innerhalb weniger Jahre wurde das TRO zum führenden Unternehmen auf dem Gebiet des Großtransformatorenbaus. Bis zu 70 Prozent der deutschen Gesamtproduktion an Transformatoren und Hochspannungsschaltern wurden hier produziert.
Gleich zu Anfang konnte sich das Werk mehrere lukrative Großaufträge sichern, die alle Kapazitäten banden und über Jahre hin tausende von Arbeitsplätzen sicherten: Für den Ausbau vom Großkraftwerk Klingenberg übernahm das TRO die Gesamtausführung. Und als ein schweres Erdbeben in Japan das dortige Energienetz zerstörte, war das TRO maßgeblich an dessen Wiederaufbau beteiligt. Auch die Kraftwerke am Dnjepr in der damaligen UdSSR (heute Ukraine) wurden mit Transformatoren aus dem TRO ausgestattet.

