
Walk of Fame Schöneweide 2026
Elektropolis Schöneweide

Das historische Gründerzentrum in Schöneweide wuchs mit dem Kabelwerk Oberspree der AEG. ‘Mutige Unternehmer, kreative Forscher und Technologen begründeten den Ruhm der „Elektropolis” an der Spree. Der „Walk of Fame Schöneweide„ ist eine temporäre Open-Air-Ausstellung entlang der Wilhelminenhof straße. Mit den dort installierten Sehrohren wird der Fokus auf die Bedeutung der lokalen Industrieund Unternehmenskultur gerichtet. Jedes Sehrohr zeigt ein Foto, das für den „Fame„ steht, der mit dem gegenüberliegenden Gebäude jeweils eng verbunden ist.
Die meisten der heute noch bestehenden Gebäude stammen aus der Zeit um 1900, als der aufstrebende Weltkonzern „Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft” (AEG) für einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung sorgte. Das erste Drehstromkraftwerk und das danebenliegende Kabelwerk waren Anfänge eines bedeutenden Gründerzentrums, das zum pulsierenden Herzen der weltweit führenden Elektroindustrie wurde. Herausragende Technologien, wichtige Erfindungen, kreative Forschungslaboratorien und gigantische Produktionsmengen begründeten damals den Ruhm von Schöneweide.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden die nur teilweise zerstörten Industrieanlagen weiter genutzt. Schöneweide entwickelte sich zum größten innerstädtischen Industriegebiet der DDR, zur „Elektropolis des Ostens„. Nach der Wende brachen große Teile der Produktion weg. Einzelne Industrieareale wurden mehrfach verkauft. In Teilen des historischen Kabelwerks entstand der Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), die Revitalisierung benachbarter Industrieareale kam über Vorplanungen kaum hinaus.
Vereinzelt – und für den Passanten teilweise verborgen – wird aber auch heute noch – oder wieder an innovativen Produkten gearbeitet: Made in Schöneweide!
Die Wiederbelebung und der Ausbau Schöneweides zu einem „Berliner Zukunftsort” war und bleibt weiterhin gemeinsames Ziel. Die Sehrohre auf dem Walk of Fame Schöneweide können nur vereinzelte Schlaglichter werfen auf das komplexe Wirtschaftsgeschehen, das diesen Standort geprägt hat. Sie sollen neugierig machen und dazu animieren, den Ruhm der Industriekultur zu bewahren und sie angemessen und sensibel in die Zukunft zu überführen.

